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NWKG informiert

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Damit Sie wissen, was bei der NWKG aktuell geschieht, informieren wir Sie an dieser Stelle über interessante Themen aus unserem Betrieb an den Standorten Rüstringen, Sottorf, Lesum und Heide.

 

» Die NWKG beantwortet Ihre Fragen

Im August 2016 hat der Gesetzgeber die Regelungen der Bergschadenshaftung auf Kavernenbetriebe ausgedehnt. Damit verbunden ist die Erweiterung der „Bergverordnung über Einwirkungsbereiche“ (EinwirkungsBergV). Hier spielt die „Zehn-Zentimeter-Linie“ eine wichtige Rolle.

 

Die Zehn-Zentimeter-Linie

Bergbauliche Betriebe, zu denen auch Kavernenbetriebe zählen, werden aufwändig überwacht. In der Bundesrepublik Deutschland regelt ein umfangreiches Gesetzes- und Verordnungswerk den Bau und den Betrieb bis hin zur Stilllegung einer Kaverne und der übertägigen Betriebsanlagen.

Die „Bergverordnung über Einwirkungsbereiche“ (EinwirkungsBergV) definiert in § 3 einen Einwirkungsbereich, der durch die so genannte „Zehn-Zentimeter-Linie“ festgelegt wird. Auf Basis von Nivellementdaten aus den zurückliegenden Jahrzehnten markiert diese Linie ein Areal, in dem an der Tagesoberfläche Senkungen von 10 Zentimetern und mehr auftreten.

Damit hat der Gesetzgeber Rechtssicherheit bei Haftungsfragen geschaffen: Bei Schäden, die im Bereich innerhalb der Zehn-Zentimeter-Linie liegen und ihrer Art nach Bergschäden sein könnten, muss das Kavernenunternehmen dem Eigentümer nachweisen, dass der Kavernenbetrieb nicht für diese Schäden ursächlich ist. Außerhalb der Zehn-Zentimeter-Linie liegt die Beweispflicht beim Eigentümer.

 


 

Messungen seit über 50 Jahren

Die Nord-West Kavernengesellschaft mbH (NWKG) betreibt seit 1968 im Wilhelmshavener Ortsteil Rüstringen Kavernen. Von Betriebsbeginn an wurde das Kavernenfeld der NWKG systematisch vermessen und Veränderungen an der Tagesoberfläche dokumentiert. Das Nivellement (Messung und Bestimmung von Höhenunterschieden im Gelände mithilfe eines Nivelliergeräts) liefert Daten über Senkungen am Kavernenstandort.

Die Messergebnisse, die der NWKG aus mehr als 50 Jahren vorliegen, lassen den Schluss zu, dass keine schädlichen Auswirkungen auf Gebäude durch Bodensenkungen zu erwarten sind.

 

 

Überwacht durch das Landesamt

Gemäß EinwirkungsBergV ermittelt der Bergbaubetrieb den Einwirkungsbereich nach § 3, in welchem die Bergschadensvermutung nach § 120 des Bundesberggesetzes angewendet wird.

Die NWKG übermittelt die Ergebnisse des Nivellements und den aktuellen Verlauf der Zehn-Zentimeter-Linie Jahr für Jahr zur Prüfung an die staatliche Aufsichts- behörde, das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie veröffentlicht die aktuellen Messergebnisse zur Zehn-Zentimeter-Linie seit 2020 auf seiner Website und als amtliche Bekanntmachung.

 

 

» Antworten auf Ihre Fragen

» Lässt die NWKG die Senkungen regelmäßig messen?

Das Nivellement des Kavernenstandorts gehört zu dem Betriebsroutinen der NWKG. Die Vermessung erfolgt jährlich; die Ergebnisse sind seit dem Baubeginn im Jahr 1968 dokumentiert und liegen dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vor.

» Was bedeutet die „Bergschadensvermutung“?

Mit dem § 120 im Bundesberggesetz (BBergG) hat der Gesetzgeber im Jahr 2016 die „Bergschadensvermutung“ auch für die Untergrundspeicherung eingeführt. Sie geht davon aus, dass ein Schaden, der seiner Art nach ein Bergschaden sein kann, im Einwirkungsbereich eines Bergbaubetriebes theoretisch durch den Bergbaubetrieb verursacht sein könnte.

» Was ist die Zehn-Zentimeter-Linie?

Der „Einwirkungsbereich gemäß § 3 nach EinwirkungsBergV“ definiert ein Gebiet an der Tagesoberfläche, in welchem die Bergschadensvermutung gilt und Senkungen von 10 Zentimetern und mehr entstanden sind. Die Grenze dieser Fläche wird deshalb als „Zehn-Zentimeter-Linie“ bezeichnet.

 

 

» Wer legt die Zehn-Zentimeter-Linie fest?

Den Verlauf der Zehn-Zentimeter-Linie (Grenze des „Einwirkungsbereichs gemäß § 3 EinwirkungsBergV“)  hat das Unternehmen zu ermitteln. Wie dies zu geschehen hat regelt die Einwirkungsbereichs-Bergverordnung.

» Wie wird die Zehn-Zentimeter-Linie ermittelt?

Dies geschieht in der Regel durch geodätische Messungen, die ein von der Behörde anerkannter Markscheider nach dem Stand der Technik vornimmt und auswertet. Anschließend prüft das LBEG den Einwirkungsbereich gemäß § 3 EinwirkungsBergV und gibt ihn öffentlich bekannt.

» Sind in Rüstringen Absenkungen gemessen worden?

Senkungen sind im Bergbau unvermeidlich. Über dem Kavernenfeld Rüstringen hat sich großflächig eine flache Mulde gebildet, die mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar ist. Die maximale Senkung im Betriebszeitraum der Kavernenanlage Rüstringen (von 1968 bis 2019) beträgt im Zentrum der Kavernenanlage ca. 51 cm.

» Wer haftet bei nachgewiesenen Bergschäden an Gebäuden?

Sach- oder Personenschäden, die durch einen Berg- baubetrieb verursacht werden, müssen laut Bundesberggesetz (BBergG) vom Bergbauunternehmer ersetzt werden. Ein Bausachverständiger legt die Höhe der Entschädigungssumme fest. Die Messungen im Kavernenfeld Rüstringen zeigen, dass von Gebäudeschäden nicht auszugehen ist.

» Wie wird die NWKG mit Kulturgütern umgehen, die im Einwirkungsbereich liegen?

Kulturgüter wie z. B. Kirchen und andere historische Bauwerke, die sensibel auf Senkung reagieren, werden gesondert bewertet – auch wenn sie außerhalb der Zehn-Zentimeter-Linie stehen.

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NWKG macht Kavernenplätze zukunftssicher

Die NWKG führt an ihren Kavernenplätzen planmäßig Optimierungsarbeiten weiter. Verkehrsflächen werden verstärkt und erweitert, damit sie für zukünftige Anforderungen gerüstet sind. Dabei wird sichergestellt, dass insbesondere bei Starkregen kein Oberflächenwasser vom Kavernenplatz in den Boden gelangen kann, sondern zu Sammlern geleitet wird.

Wo erforderlich, werden die Verkehrsflächen entsprechend ausgebaut. Dies geschieht beispielsweise auf dem Kavernenplatz in der Nachbarschaft des Kleingartenvereins Wilhelmshaven-Nord. „Neue technische Ausrüstungen für die Instandhaltung und Wartung unserer Kavernenplätze bringen größere Lasten auf die Flächen und erfordern eine Erweiterung der Manövrierräume für den Einsatz von Winden und Bohranlagen", erläutert Axel Strahl, Pressesprecher der NWKG, den Grund für die Arbeiten. Der Platz muss vergrößert werden und erhält einen neuen Untergrund, damit die Last auf der Verkehrsfläche besser verteilt wird.

Die Baustelle in der Kleingartenanlage wird Ende Juli 2019 eingerichtet; die Arbeiten dauern etwa elf Monate. Nachts und an den Wochenenden ruht die Baustellentätigkeit. „Wir legen größten Wert darauf, Belästigungen der Anlieger so gering wie möglich zu halten", so Axel Strahl. Arbeitslärm und Baustellenverkehr ließen sich jedoch nicht vermeiden. Außerdem könne Ölgeruch wahrgenommen werden, wenn Anlageteile demontiert werden.

Für Nachfragen ist die NWKG unter der Rufnummer 04421 / 579-456 zu erreichen.

 

Kontakt:

Nord-West Kavernengesellschaft mbH
Herr Axel Strahl
Ostfriesenstraße 100
26388 Wilhelmshaven

Telefon: 04421 579-456
E-Mail: pressestelle(at)nwkg.de

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